26. Juni 2017
Matthias Siegmund
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Mit dem Bypass dem SAP-Monolithen zu Leibe rücken!

Zurück zum Standard durch individuelle Integrationen!

arterienverkalkung-saxonia-systemsVerengungen und Erkrankungen der Herzkranzgefäße durch Arterienverkalkung gehören inzwischen schon fast zum „Standard“. In der Bundesrepublik Deutschland leiden ca. eine Million Menschen an koronarer Herzkrankheit. Gründe für diese Verengung sind Stoffwechselerkrankungen der Herzkranzgefäße, die Einlagerungen in die Gefäßwand zur Folge haben. Durch die Verengungen kann das Herz nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden, was zu einem Engegefühl in der Brust und zu Atemnot führen kann. Diese Symptome können den Patienten in seiner Leistungsfähigkeit stark einschränken und auch zu einem lebensbedrohlichen Herzinfarkt führen. Eine Bypass-Operation ist hier häufig der letzte Ausweg, um den notwendigen Blutfluss wieder sicherzustellen und die Lebensqualität der betroffenen Personen langfristig zu verbessern.

Was hat eine Bypass-Operation mit Softwaresystemen zu tun?

In vielen Firmen stellt ein SAP-System ein zentrales Herzstück in der Unternehmensinfrastruktur dar. Die darin enthaltenen Daten und abgebildeten Geschäftsprozesse sind die Lebensadern der Firma. Doch auch dieses Herzstück und die Lebensadern sind zunehmend von „virtueller“ Verkalkung betroffen, die das Gesamtsystem bedrohen.

Steigende Anforderungen, zunehmende Funktionalität und der Druck zur Individualisierung erfordern immer mehr Spezialentwicklungen und Anpassungen am Herzstück des Unternehmens. Jedes neue Feature erhöht die Komplexität des Gesamtsystems und wirkt sich somit direkt auf Stabilität, Qualität, Performance und Wartbarkeit aus. Es besteht daher sehr leicht die Gefahr, dass diese Entwicklungen für Spezialfälle das System „verstopfen“.software-systeme-saxonia-systems Anfänglich unbemerkt, können sich so schnell „gewachsene“ Altsysteme entwickeln, die nicht mehr die gewünschte Leistungsfähigkeit „vergangener Tage“ haben. Aktuelle Anforderungen an Time to Market, Nutzererlebnis und Flexibilität lassen sich somit immer schwerer bewerkstelligen. Darüber hinaus wird die Upgrade Fähigkeit zunehmend gefährdet.

Diese „Gefahren“ sind in der Softwarearchitektur hinlänglich bekannt und wurden bereits in den späten 70er Jahre durch Edward Yourdon und Larry Constantine in Structured design – Fundamentals of a discipline of computer program and systems design mit dem Prinzip der hohen Kohäsion und losen Kopplung adressiert. In der UNIX-Philosophie wird es kurzum auf den Punkt gebracht: Write programs that do one thing and do it well. Write programs to work together.

Vielfach werden diese zentralen Prinzipien in Bezug auf SAP-Umgebungen jedoch verletzt und monolithische Systeme geschaffen, die immer mehr Anforderungen gerecht werden müssen und mit immer mehr Funktionalitäten außerhalb des eigentlichen Kerngeschäftes „überladen“ werden. Das Herz übernimmt sozusagen auch noch Arbeiten der Lunge und der Niere.

Die Bypass-Operation in der Software

herz-saxonia-systemsDie Saxonia Systems AG hat dafür ein Lösungsszenario entwickelt, das sowohl den Anforderungen an Time to Market, Nutzererlebnis und Flexibilität als auch den Anforderungen an Verlässlichkeit, Datensicherheit und Funktionsumfang gerecht wird.

Mit einem „virtuellen Bypass“ werden Funktionalitäten über definierte Schnittstellen in eine individuelle Drittlösung ausgelagert. Die Datenbasis ist und bleibt dabei immer das SAP-System – das Prinzip einer Single Source of Truth bleibt vollständig gewahrt.

Durch die Verwendung von OData Services, zentralen Gateway-Komponenten als Zugriffspunkt und modernen Front-End Frameworks entstehen somit smarte Business Applikationen, die sich nahtlos in das bestehende System integrieren.

Der Bypass-Schnelltest

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Haben Sie eine der Fragen mit Ja beantwortet? Dann lassen Sie uns gemeinsam über ein für Sie passendes Bypassing-Szenario sprechen.

Matthias Siegmund ist Senior Consultant SAP Utilities und Teamleiter bei der Saxonia Systems AG. Er studierte an der TU Dresden und arbeitete anschließend als Analyst und Prozessberater. Heute unterstützt er Kunden der Energiewirtschaft im Bereich Anforderungs- und Projektmanagement. Darüber hinaus ist er für die strategische Weiterentwicklung des Geschäftsfeldes SAP innerhalb der Saxonia Systems AG mitverantwortlich. Sie erreichen ihn über matthias.siegmund@saxsys.de

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