31. Oktober 2016
Sven Jänicke
0

Digitalisierung – Industrie 4.0 oder nur Papierloses Büro?

Vom 07.-09.09.2016 waren wir als Saxonia Systems AG mit mehreren Speakern und Teilnehmern auf der solutions.hamburg unterwegs. Der Kongress zu Digitalisierung, Business und IT beschäftigte sich 3 Tage lang in 333 Sessions mit der Frage: „Wie funktioniert Digitalisierung in Unternehmen?“ und konnte damit wieder zahlreiche Interessierte auf das Gelände des Kampnagel in Hamburg locken.

Wie schon auf anderen Konferenzen, haben wir auch dieses Mal wieder einen Teil der Kongressteilnehmer interviewt, um ein paar Impressionen und Meinungen zu aktuellen Fragen rund um das Leitthema „Digitalisierung“ zu sammeln.

Dementsprechend wollten wir zuerst einmal wissen, was genau die Befragten mit dem Begriff Digitalisierung assoziieren. Zur Auswahl standen die in der nachstehenden Abbildung ausgewerteten Antworten: „neue Zusammenarbeitsformen“, „Industrie 4.0/ IoT“, „Agilität“, „Big Data“ und „Mobile Lösung“.  Darüber hinaus wurden aber auch überraschende Dinge, wie HR 4.0 oder papierloses Büro genannt.  Kurz gesagt ist die Bandbreite der Meinungen zu diesem Thema sehr groß – was wenig überrascht. Dass sie allerdings so groß sein wird,  hat uns dann doch punktuell erstaunt.

digitalisierung-saxonia-systems

Was verbinden Sie am meisten mit Digitalisierung?

Im Gespräch konnte man den allgemeinen Konsens erfassen, dass Digitalisierung Veränderung bedeutet und mit dieser Veränderung einhergehend neue Herausforderungen und vielleicht auch zu lösende Probleme auf Unternehmen zukommen.

Aus diesem Grunde wollten wir ebenfalls wissen, welches die größten Hausforderungen sind, die bereits jetzt im Arbeitsalltag der Befragten eine Rolle spielen. Auch hier hatten wir diverse Antwortmöglichkeiten vorgeben, deren absolute Nennungshäufigkeiten dem folgenden Diagramm entnommen werden können.

herausforderung-saxonia-systems

Was sind die größten Herausforderungen in Ihrem Arbeitsalltag?

Den problematischsten Aspekt stellen offensichtlich Zuständigkeitsgrenzen dar, dicht gefolgt von schlechten Softwarewerkzeugen. Mit etwas Abstand wurden Rollenkonflikte, unangemessener Führungsstil und auch agile Methoden genannt, die scheinbar bei falscher Anwendung zu größeren Hürden führen.

Darauf aufbauend baten wir die Befragten einen Blick in die Zukunft zu wagen und zu prognostizieren, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Fachbereich und IT in Zeiten der Digitalisierung wandeln wird. In einem Punkt waren sich hierbei wohl alle einig: Eine Veränderung der Zusammenarbeit ist unumgänglich. Besonders die Anpassung der Kommunikation und Organisation waren bei dieser qualitativen Frage die am häufigsten genannten Kernaussagen. Dieser Grundtenor zog sich dabei aber nicht nur durch unsere Umfrage, sondern auch durch das gesamte Programm des Kongresses. Häufig genannte Beispiele für eine Veränderung der Kommunikation sind unter anderem, dass Fachbereich und IT eine gemeinsame Sprache sprechen müssen und auch werden, oder sich zumindest ein Dolmetscher zwischen den Bereichen finden muss, und sich die Geschwindigkeit der Kommunikation (auch durch diverse Hilfsmittel) enorm ändern wird. Oft wurde auch ein organisatorischer Wandel als Veränderung aufgeführt. Ein Großteil der Interviewten war der Meinung, dass es nicht nur eine stärkere Verzahnung und Annäherung der Bereiche geben wird, sondern generell näher zusammengerückt werden muss und eine Verschmelzung zwischen IT und Fachbereich stattfinden wird. Die Teilnehmer waren sich einig, dass nur bei einer gemeinsamen Lösungssuche und einer engen Zusammenarbeit mit hoher Prozesskenntnis und beiderseitigem Verständnis füreinander, die Entwicklung innovativer Lösungen möglich sein wird.

Resultierend aus diesen Aussagen wollten wir abschließend wissen, ob es künftig noch einen dedizierten IT/Softwareentwicklungsbereich im Unternehmen geben wird. Trotz den bereits beschriebenen Antworten bei der Frage nach der Veränderung der Zusammenarbeit, sind 60% der Meinung, dass eine Trennung zwischen den Bereichen trotzdem nach wie vor in Zukunft erfolgen wird, auch wenn die Zusammenarbeit enger und interdisziplinärer sein wird. Die Begründung liegt bei den Meisten vor allem in der hohen Komplexität und Spezialisierung, die eine Softwareentwicklung voraussetzt. Eine Kompetenzbündelung von Expertenwissen ist ihrer Meinung nach trotz allem nur in einem ausgewiesenen IT/Softwareentwicklungsbereich möglich. Die 40%, welche gegen einen dedizierten Bereich stimmten, waren größtenteils einig darüber, dass zu einer Verwässerung, bzw. einem Verschwimmen der Bereichsgrenzen kommen wird.

it-bereich-im-unternehmen-saxonia-systems

Gibt es zukünftig noch einen dedizierten IT/Softwareentwicklunsgbereich im Unternehmen?

Ein kurzes Stimmungsbild aus Hamburg zum Thema „Digitalisierung“!

Sven Jänicke begann seine Karriere als Prozessberater und Analyst, bevor er zum Geschäftsbereichsleiter Microsoft Development bei der Saxonia Systems AG aufstieg. Heute ist er als Sales and Business Development Manager deutschlandweit unterwegs und konnte viele Unternehmen auf ihrem Weg in die Digitalisierung kennenlernen und begleiten.

Facebook Twitter LinkedIn Xing 

TeilenTweet about this on TwitterShare on Facebook0Share on Google+0Share on LinkedIn0